Studentisches Projektbüro Verkehrswesen

Das Studentische Projektbüro Verkehrswesen (SPV) bereitet die Ingenieur*innen von morgen schon während ihrer Studienzeit auf reale Bedingungen sowie Problemstellungen im Beruf vor.

Studierende können das in den Vorlesungen erworbene Wissen praxisgerecht anwenden, vertiefen und sich eigenständig neue Wissensgebiete erschließen. Die Projektbearbeitung umfasst alle Arbeitsschritte vom Angebot bis zum Abschlussbericht und kann somit auch als innovative Lehrform betrachtet werden. Vordergründig werden Bestandsaufnahmen und Verkehrserhebungen durchgeführt sowie Aufgaben in der Verkehrssicherheit und Straßenplanung bearbeitet.

 

Was macht das SPV?

Das Interesse und Engagement der Studierenden an den Projekten soll durch selbstständiges Arbeiten im Team gefördert werden. Die Konzeption und die Umsetzung der Projekte liegt daher auch bei den Studierenden. Die Professoren des Schwerpunktes Verkehrswesen unterstützen jedoch mit ihrer langjährigen Erfahrung, um die Qualität und Richtigkeit der Abgaben zu gewährleisten.

Die Projekte werden im zeitlichen Einklang mit dem Studium bearbeitet, der Schwerpunkt liegt außerhalb der Prüfungsphasen. Häufig ergeben sich auch innovative Aufgabenstellungen für Studien-, Bachelor- und Masterarbeiten. Diese bieten die Möglichkeit zur vertieften Fokussierung. Die Projekte umfassen dabei unterschiedlichste Themengebiete des Verkehrswesens. Auch werden praxisnahe Forschungsprojekte der Professor*innen sowie Lehrveranstaltungen unterstützt. Neuen und interdisziplinären Aufgaben stehen wir offen gegenüber.

Seit den Anfängen im Jahr 2005 haben sich inzwischen feste Partnerschaften mit verschiedenen Auftraggebenden entwickelt. Das SPV bildet somit eine wichtige Brücke zwischen hochschulbezogenen, wissenschaftlichen Arbeiten und der späteren Arbeit in der Praxis. Über weitere Kooperationen freuen wir uns.

Unser Team

Das Studentische Projektbüro Verkehrswesen wird von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Follmann, Dipl.-Ing. Mark-Simon Krause, Laura Kehrer, M.Eng.,Thomas Marx, M.Eng. und Xiaochen Yu, M.Sc. betreut. Derzeit arbeiten ingesamt acht studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte im Büro.

 

Hintergrund

Im Oktober 2005 wurde das Studentische Projektbüro Verkehrswesen (SPV) von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Follmann und Marcell Biederbick M.Eng. anlässlich des Confed-Cups in Deutschland gegründet. Hochschulen wurden von der FIFA angefragt, Verkehrsuntersuchungen rund um Fußballstadien durchzuführen. Prof. Follmann war begeistert von der Praxisnähe, welche diese Kooperation den Studierenden während des Studiums ermöglichte. Aus diesem ersten Auftrag sollte Studierenden auch zukünftig die Möglichkeit gegeben werden, praxisnah an Verkehrsprojekten zu arbeiten. Inzwischen verfügt das Studentische Projektbüro Verkehrswesen über viele Partnerschaften mit verschiedenen Auftraggebenden.

Dienstleistungen

Ein umfangreiches Projekt war in der Vergangenheit unter anderem die Betreuung der ersten dauerhaften Fahrradzählstation zwischen Offenbach und Frankfurt am Main. Mit den erhobenen Messdaten konnten Rückschlüsse auf das Fahrverhalten des Radverkehrs gewonnen und Veränderungen in diesem Bereich getroffen werden. Das Büro verfügt zudem über eine Radzählstation, welche für kurzfristige Aufnahmen genutzt wird. Diese wird von Kommunen gerne angefragt.

Neben der Zählstelle können auch andere Verkehrsteilnehmenden durch weitere Geräte des Büros erhoben und Rückschlüsse auf das gesamte Verkehrsaufkommen getroffen werden. Das Büro verfügt hierfür über Messgeräte, wie z.B. das Seitenradar oder Kameras zur Verkehrsbeobachtung. Auch vor Ort können Verkehrserhebungen durch die Studierenden des Büros durchgeführt werden. Aus den gesammelten Messdaten und der gegebenen Straßenraumgestaltung wird in vielen Fällen ein Verkehrskonzept für die innerörtliche Umgestaltung des Straßenraums gemeinsam mit den Auftraggebern entwickelt. Ein wichtiger Bestandteil bildet die Entwicklung von Radverkehrskonzepten. Die Möglichkeiten des Büros umfassen unter anderem die Überprüfung der Verkehrssicherheit, Gestaltung von Entwürfen, Überprüfung der Schleppkurven oder Entwicklung von Kreisverkehren.

Die Entwicklung eines Verkehrskonzeptes kann auch die Öffentlichkeitsarbeit involvieren. Hierbei bilden die Studierenden eine wichtige Brücke zwischen den Interessensgruppen. Dadurch können Anregungen der Bürgerschaft bereits im Vorentwurf einfließen. Teil der Arbeit sind die Erfassung und Auswertung von Fragen und Vorstellungen.

Im Bereich der Hochschule bietet das Studentische Verkehrsbüro eine Anlaufstelle für alle Studierenden des Fachbereichs. Für Recherchearbeiten können die Studierenden Regelwerke und Zeitschriften des Verkehrswesens einsehen und ausleihen. Zudem können unterschiedliche Zählgeräte, Kameras, Pedelecs, Lastenrad und Messinstrumente für Querschnittsaufnahmen verliehen werden. Darüber hinaus unterstützt und begleitet das Büro Studierende bei ihren Abschlussarbeiten.

Ausstattung / Geräte

  • Fahrradzählstation
  • Seitenradar
  • Kameras (z.B. Ghost, Dashcam...)
  • Messinstrumente
  • Pedelecs / Lastenrad
  • Erhebung: Warnwesten, manuelle Zählgeräte, Klemmbretter, Maßband
  • Regelwerke, Zeitschriften