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Fachbereich Bauingenieurwesen

Fit für Energieeffizienz in Europa

Studentin der Hochschule Darmstadt erhält Zertifikat als Passivhaus-Planerin

Gleich zwei Gründe zum Feiern gab es für Carola Müller. Die Studentin der Hochschule Darmstadt schloss ihr Bachelorstudium im Fachbereich Bauingenieur-wesen ab. Gleichzeitig hat sie die Prüfung zur Passivhaus-Planerin erfolgreich absolviert. Bei der Graduiertenfeier der Hochschule erhielt Carola Müller daher vom Passivhaus Institut das Zertifikat als Passivhaus-Planerin.

Passivhausplaner Zertifikat

Carola Müller aus Darmstadt erhielt bei der Graduiertenfeier der
Hochschule Darmstadt das Zertifikat zur Passivhaus-Planerin aus den Händen
von Prodekan Prof. Dr. Werner Friedl (l.) und Dr. Benjamin Krick vom Passivhaus Institut.
© Hochschule Darmstadt

Ein Wintersemester lang belegte Carola Müller an der Hochschule Darmstadt das Seminar zum Passivhaus-Planer. Die Vorlesung zum energieeffizienten Bauen und Sanieren hielt Dr. Benjamin Krick vom Darmstädter Passivhaus Institut in Kooperation mit der Hochschule. Insgesamt nahmen 13 Studenten des Studiengangs Bauingenieurwesen an der Vorlesung teil. Prof. Dr. Werner Friedl, Prodekan des Fachbereichs, und Dr. Benjamin Krick überreichten das Zertifikat nun im Rahmen der Graduiertenfeier zum Abschluss des Studiums an die Achtundzwanzigjährige. Die weiteren Studenten erhalten ihre Zertifikate zeitnah.

Kritisch interessiert“

"Es macht unglaublich viel Spaß, an der Hochschule Darmstadt zu unterrichten. Die Studierenden sind kritisch interessiert, so kommt ein für beide Seiten fruchtbarer Austausch zustande. Es ist ein gutes Gefühl, dass sich junge Menschen wie Carola Müller dafür entscheiden, in ihrem Berufsleben Verantwortung für Energieeffizienz zu übernehmen", erklärt Dr. Benjamin Krick vom Passivhaus Institut in Darmstadt.

Aufwertung der Lehre

Dekan Prof. Dr.-Ing. Jürgen Follmann ist erfreut über die Zusammenarbeit mit dem Passivhaus Institut. Dadurch erfahre die Hochschule eine weitere Aufwertung im wichtigen Lehrbereich Energieeffizienz, so Follmann weiter. Im laufenden Wintersemester sind an der Hochschule Darmstadt im Seminar zum Passivhaus-Planer bereits über 40 Studenten eingeschrieben.

Zusammenarbeit mit Passivhaus Institut

Der Kurs zum Passivhaus-Planer an der Hochschule Darmstadt beinhaltet alle für das energieeffiziente Bauen und Sanieren relevanten Bereiche. Zu den Aspekten der Bauphysik gehören auch die Luftdichtheit des Gebäudes, Energiebilanzen sowie wärmebrückenfreies Konstruieren, Gebäudetechnik und erneuerbare Energien. Der äußerst energieeffiziente Passivhaus-Standard ist darauf ausgelegt, die Wärmeverluste eines Gebäudes drastisch zu reduzieren und gleichzeitig vorhandene Wärme effizient zu nutzen.

Planung leicht gemacht

Passivhäuser zeichnen sich unter anderem durch eine hochwertige Gebäudehülle, Fenster mit dreifacher Verglasung sowie eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung aus. „Passiv“ werden die Häuser genannt, da ein Großteil des Wärmebedarfs aus „passiven“ Quellen wie der Sonneneinstrahlung sowie der Abwärme von Personen und Haushaltsgeräten stammt. Dadurch kommen die Häuser ohne klassische Heizungsanlage aus. Zur Planung von energieeffizienten Gebäuden steht das Planungswerkzeug PHPP zur Verfügung. Auch dazu gab es während der Vorlesungen zum Passivhaus-Planer eine Einführung an der Hochschule Darmstadt.

Aktiver Klimaschutz

Das Thema Klimaschutz im Gebäudesektor erhält auch an den Hochschulen im Rhein-Main-Gebiet vermehrt Aufmerksamkeit. Die Europäische Gebäuderichtlinie EBPD schreibt ab 2019 für alle öffentlichen sowie ab 2021 auch für alle privaten Gebäude den Niedrigst-Energiestandard vor. Der Passivhaus-Standard erfüllt die Vorgaben des Niedrigst-Energiestandards. Das gilt auch für das Pilot-Passivhaus in Darmstadt-Kranichstein, das 1991 erbaut wurde.

 

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